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06.09.2026: 1. Goldener-Anker Jugend-Cup in Adorf

Wer Judo in Adorf kennt, weiß: im Herbst ist dort Wettkampfsaison. Am Samstag fand bereits der 6. Auto-Gyra-Cup für die jüngeren Judoka statt, jedoch ohne Döbelner Beteiligung (denn wir waren in Oederan. Dafür reiste der DSC am darauffolgenden Tag zum 1. Goldener-Anker Jugend-Cup der U15 und U18 an. Krankheitsbedingt etwas dezimiert trat Trainer Tobias Sieber mit den beiden U18-Judoka Fenja Zschocke und Ben Schmidt die Reise ins Vogtland an. Erfreulich war, dass neben insgesamt 85 Teilnehmenden auch genügend Kampfrichterinnen und Kampfrichter den Weg nach Adorf gefunden hatten, sodass mit voller Stärke auf der Matte geschiedst werden konnte.

Ben (-60 kg) hatte es mit zwei Kontrahenten zu tun. Im ersten Kampf geriet er zweimal in Rückstand, behielt aber einen kühlen Kopf und schaffte es jedes Mal auszugleichen. So ging es für die beiden nach voller Kampfzeit ins Golden Score. Dort lag wohl plötzlich eine Bananenschale auf der Matte, denn Bens Gegner setzte sich mit einem lupenreinen De-Ashi-Barai durch. Im zweiten Duell fehlten dem Döbelner nach dem langen Auftaktkampf die Körner, sodass er dem Ko-Uchi-Gari des Gegners nicht standhalten konnte und erneut unterlag. Damit belegte er einen hart umkämpften Platz 3.

Fenja (-52 kg) erwischte mit vier Gegnerinnen eine volle Gewichtsklasse. Im ersten Kampf machte sie mit ihrer Kontrahentin von den Leipziger Sportlöwen kurzen Prozess, als sie sie mit Ko-Soto-Gake auf vollen Punkt warf. Leider verletzte sich die Leipzigerin dabei schwer – wir wünschen ihr schnell gute Besserung. Im zweiten Kampf lief es für Fenja dann nicht mehr so gut. Nach einem fehlgeschlagenen Würgeansatz in Ne-Waza geriet sie in eine Festhalte, aus der sie nicht mehr entkam. Gegen ihre dritte Gegnerin wollte die Döbelnerin es dann wieder besser machen. So griff sie selbst an, verlor jedoch nach einem nicht vollendeten Angriff mit Ippon-Seoi-Nage/Ko-Uchi-Makikomi den Griff, was die Rodewischerin Pittag knallhart ausnutzte. Mit tiefer Seoi-Nage warf sie Fenja auf vollen Punkt. Sichtlich unzufrieden und mit dem Willen, zum letzten Kampf nochmal alles reinzuwerfen, interessierte Fenja auch die ihr zustehende Ruhezeit nicht. Das rächte sich, als sie im letzten Duell mit tiefem Tai-Otoshi geworfen wurde. Auch Fenja belegte somit Platz 3.

So fuhr der DSC am Ende des Tages mit zwei Bronzemedaillen und einem Geschenk des Hauptsponsors nach Hause. Denn alle Teilnehmenden erhielten als Überraschung: eine Powerbank. Mit guten Aktionen und neuen Ansatzpunkten fürs Training ein gelungener Start in die zweite Saisonhälfte.