Das Dresdner Nikolausturnier ist zurück!
Zuletzt fand dieses Format 2019 statt – unter Federführung des Universitätssportvereins und in alter DDR-Wellblechhalle des Dresdner SV Grün-Weiß 90. In diesem Jahr meldete es sich endlich zurück und wie: organisiert von Grün-Weiß am gleichen Ort wie früher, aber in schicker, neu gebauter Turnhalle. Gut 35 Judoka (mal jung, mal alt, mal viel Wettkampferfahrung, mal auch ein wenig eingerostet) fanden sich am Donnerstagabend zusammen, um am vorweihnachtlichen Wettkampf teilzunehmen. Einer unter ihnen war Robert Münch, der -90 kg startete.
Zunächst musste er sich im Pool gegen zwei Konkurrenten durchsetzen, was ihm sehr gut gelang. Im ersten Kampf dominierte er den Gegner und erzwang von ihm drei Strafen. Im zweiten Kampf stellte Robert dann sein technisches Können unter Beweis und gewann mit O-Uchi-Gari rechts und anschließender Festhalte. Damit stand sein Einzug ins Halbfinale fest. Hier zeigte er, dass noch mehr in seinem Technik-Repertoire steckt, und gewann mit ebenfalls rechts ausgeführtem, sehenswertem Uchi-Mata.
Im Finale stand Robert dann einem gestandenen JVS-Ligakämpfer vom PSV Kamenz gegenüber, der ihm das Leben mit recht unkonventionellen Soto-Maki-Komi-Ansätzen schwer machte. Nachdem er sich davon zunächst anscheinend etwas beeindrucken ließ und eine Strafe für Inaktivität kassierte, wachte Robert auf und zeigte selbst gute Wurfansätze, wie z.B. O-Soto-Garis. Leider fehlte dort der letzte Zug und vielleicht auch das letzte Quäntchen Glück, um in Führung gehen zu können. Am Ende konnte er den Soto-Maki-Komi-Ansätzen des Gegners nicht mehr gut genug ausweichen und gab leider zwei Waza-Ari ab. Damit stand jedoch ein sehr guter 2. Platz am Ende des Abends zu Buche. Als Präsent gab es für alle Platzierten einen großen Schokoladen-Nikolaus, den sich Robert nach vier Kämpfen mehr als verdient hat.